Neue Perspektiven eröffneten sich vielen Gästen der BUGA-Schifffahrt der SPD Koblenz. Mehr als 200 Koblenzer folgten der Einladung auf den Rhein. An Bord begrüßte der Vorsitzende der Koblenzer SPD, Christian Altmaier, die “Macher” der BUGA 2011: Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann und die Staatssekretäre Roger Lewentz und Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, sowie den Geschäftsführer der BUGA 2011, Hanspeter Faas.
“Wir wollen informieren, um zu motivieren, auch zu investieren”, rief Altmaier in seiner Begrüßung zu, sollen doch zu den 102 Millionen Euro der öffentlichen Hand, auch private Investitionen zur Bundesgartenschau generiert werden.
Die “Macher” stellten sich dann auch den Fragen des SPD-Vorsitzenden, auch den Kritischen. UNSECO-Welterbebeauftragter Hofmann-Göttig befand, die Seilbahn von St. Kastor hoch zur Festung sei unkritisch , da der nicht unproblematische Eingriff zeitlich begrenzt sei. Er werde für die Seilbahn in Paris bei der UNSECO vorsprechen.
Die Schifffahrt entlang der Rheinanlagen führte nach Stolzenfels, flussabwärts auch in die Moselmündung und BUGA-Geschäftsführer Faas machte deutlich, dass das Schloss derzeit vom Fluss aus kaum zu sehen ist. Ein behutsames Zurückschneiden der Bäume werde neue Blickbeziehungen vom Fluss möglich machen.
Die Glocke zur Investition von Landesseite ließ Roger Lewenzt klingen. Das Land steht zu den 49 Millionen Euro, die unmittelbar in die BUGA aus Mainz fließen würden. Nachdem der OB kurzzeitig auch in die Rolle des Kapitäns schlüpfen konnte, wusste jeder an Bord, dass die Stadt mit der BUGA in eine gute Zukunft steuert und der Stadt-Chef zeigt sich zuversichtlich, dass Verwaltung und Politik gemeinsam die Aufgaben meistern werden.
Die 200 Gäste auf dem BUGA-Schiff freuen sich nun auf die kommenden Jahre und nahmen die Eindrücke in angeregte Gespräche mit, aber auch den Sonnenschein der pünktlich zur Schifffahrt das Rheintal den Tag abrundete.
![]() Jeder Gast wurde per Handschlag begrüßt: Detlev Wagner (SPD Lützel) mit Familie war auch dabei. |
![]() Gemeisam mit Staatssekretär Roger Lewentz kam auch die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Marion Lipinski-Naumann mit an Bord. |
![]() In Gesprächsrunden wurde die BUGA 2011 den rund 200 Gäste vorgestellt: Erste Gesprächspartner waren Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann und Staatssekretär Roger Lewentz, die "Macher" der BUGA. |
![]() Er steuert die BUGA 2011 und Koblenz in eine gute Zukunft, gemeinsam mit Hanspeter Faas (BUGA-GmbH), der Verwaltung und der Politik. |
![]() Hanspeter Faas als BUGA-Geschäftsführer ein guter Werber für die BUGA, ebenso SPD-Fraktionschefin Marion Lipinski-Naumann, die auch die Bürgerschaft mitnehmen will. |
![]() Als Stadtplaner hat er auch einen eigenen Blick auf die Dinge: Hans-Jürgen Hoffmann (links). Er informierte mit Malermeister Johannes Rauland über die privaten Möglichkeiten zur BUGA zu investieren. |
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Die Rhein-Zeitung berichtete am 12.03.2007:
Auf dem Wasserweg ging es zu den geplanten Schauplätzen der Bundesgartenschau: Dem Rhein entlang bis nach Stolzenfels und die Mosel hinein bis zur Staustufe
Buga aus neuer Perspektive: SPD schiffte zum Blütenzauber
Rund 200 Bürger folgten der Einladung der Koblenzer Sozialdemokraten
KOBLENZ. Papier ist geduldig. Das gilt auch für die Pläne zur Bundesgartenschau 2011. Wie aber ist es in natura mit der Szenerie bestellt, auf der das Spektakel in knapp vier Jahren stattfinden soll? Zu einem Ausblick aus ganz neuer Perspektive auf die Schauplätze des Blütenzaubers lud am Wochenende die Koblenzer SPD ein. Rund 200 Bürger nahmen das Angebot der Sozialdemokraten an und gingen mit auf eine Schiffsreise entlang den Rheinanlagen, nach Stolzenfels, rund ums Deutsche Eck und in die Mosel hinein.
Und das mit sachkundigen Referenten an Bord: Hanspeter Faas, Geschäftsführer der Buga 2011, war der Einladung ebenso gefolgt, wie die beiden Staatssekretäre Roger Lewentz und Dr. Joachim Hofmann-Göttig sowie Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann. Sie alle stellten sich den Fragen von Christian Altmaier, dem Chef der Koblenzer SPD - auch den kritischen. Wie wird die Unesco reagieren, wenn Koblenz zur Buga eine Seilbahn vom Kastorhof hinauf auf die Festung Ehrenbreitsein bauen will? Wird ein solches Vorhaben den Welterbe-Status gefährden? Nein, lautete hierzu die Einschätzung Hofmann-Göttigs. Denn: "Die Seilbahn soll ein temporäres Projekt werden." Natürlich sei der Eingriff in die Landschaft problematisch. Aber: "Wenn wir die eindeutige Zusage geben, dass diese Veränderung nicht von Dauer sein wird, wird die Unesco kein Problem sein", so der Staatssekretär.
Mit den geplanten Veränderungen am Kurfürstlichen Schloss dürfte die Unesco auf jeden Fall vollkommen einverstanden sein. Hanspeter Faas skizzierte diese, als der SPD-"Buga-Dampfer" dort vorbeifuhr. "Um die Blickbeziehung vom Rhein her zu öffnen, wird es einen sensiblen Rückschnitt der Bäume und eine breite Treppe hinauf zum Schloss geben." Mancher Kritiker dieser Maßnahme wird diese Planungen vom Wasser aus mit neuen Augen betrachtet haben. Wie versteckt sich das Bauwerk bisher präsentiert, wurde vom Schiff aus besonders deutlich.
Ebenso wie die großen gestalterischen Aufgaben, die noch auf den Stadtteil Stolzenfels warten. Dass sich hier mit kleineren baulichen Veränderungen - schlichter Fassadenfarbe zum Beispiel - das Entree der Stadt wesentlich verschönern lässt, verdeutlichte Hans-Jürgen Hoffmann vom Stadtentwicklungsamt - auch mit der Hoffnung, dass sich als Anreiz für solche privaten Maßnahmen vielleicht die ein oder andere Summe aus dem großen Buga-Finanztopf abzwacken lasse. Dass dieser auch mit den zugesagten Landesmitteln in Höhe von rund 49 Million Euro gefüllt wird, daran ließ Staatssekretär Roger Lewentz keinen Zweifel, ebenso wenig, wie der Oberbürgermeister daran zweifelte, dass auch die Stadt ihre Aufgabe schultern werde. So sicher, wie der Oberbürgermeister in die Rolle des Kapitäns schlüpfte und für eine kurze Passage das Ruder des Schiffes führte, bekundete er: "Die Stadt wird die Buga gut stemmen." (agh)