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Schängel und Migranten: Gemeinsam Koblenz gestalten

"Integration kann nur gelingen, wenn man miteinander und nicht übereinander spricht", so begrüßte der Vorsitzende der Koblenzer SPD, Christian Altmaier eine Vielzahl an Anwesenden zur Gründung des Arbeitskreis Migration/Integration der SPD Koblenz. Gemeinsam mit Altmaier hatten der Landtagsabgeordnete Heribert Heinrich und der türkischstämmige Deutschlehrer Bektas Nayman eingeladen, um den Arbeitskreis aus der Taufe zu heben.

Dem Wort Integration auch in der Politik mehr Gewicht geben, dies wollen die Koblenzer Sozialdemokraten mit dem neuen Arbeitskreis erreichen. "Auf beiden Seiten stehen Menschen, sie müssen nur wollen", bemerkte dazu der stellvertretende Parteivorsitzende Heribert Heinrich, MdL. Aus Sicht eines Betroffenen sprach dazu auch Bektas Nayman: "Ich habe das Wort Integration schon oft gehört, aber wir müssen auch etwas machen!"

Eine Vielzahl an Themen wurde gleich in einer offenen Diskussionsrunde kontrovers diskutiert. So auch die Rolle der Frauen im Islam und der deutschen Gesellschaft, welche der Vorsitzenden der sozialdemokratischen Frauen (AsF) Christiane Heinrich-Lotz am Herzen liegt. Jedoch lag der Schwerpunkt der Diskussion nicht auf dem Islam, vielmehr auf den Unterschieden der Völker, die in Koblenz leben.

Auch mit eigenen Beiträgen zu den "Interkulturellen Wochen" wollen sich die AK-Mitglieder einbringen. Es sollen auch eher Gemeinsamkeiten gesucht und betont werden, als die Unterschiede immer zu unterstreichen: "Wir wollen für Verständnis werben. Die Verschiedenheit der Völker ist eine Bereicherung unserer Region, jedoch muss auf der Basis unseres Grundgesetzes das Miteinander gestaltet werden", so Nayman. "Seit den Römern waren am Rhein schon immer viele Ausländer, die sehr schnell aber zu 'Schängeln' wurden. Das muss uns auch im 21. Jahrhundert gelingen," meint Altmaier, "aber das verlangt von beiden Seiten auch den Willen sich zu integrieren und die Offenheit für neue Einflüsse."

"Mehr als 20 Prozent der Menschen in Koblenz haben einen Migrationshintergrund, daher wollen wir auch hier Partner und Aktive sein, um gemeinsam unser Koblenz zu gestalten", so Altmaier und Heinrich abschließend. In Kürze wollen die Sozialdemokraten mit der Kölner Bundestagsabgeordneten Lale Akgün eine Frau einladen, die beide Seiten der Gesellschaft kennt. Wer Lust zur Mitarbeit hat, meldet sich bei der Koblenzer SPD.


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